Bettler Info-Kampagne



 

 

Bettler sind anständig! Sie teilen ihren Erlös mit ihren Familien.

Das zentrale Motiv der Not-Reise für PendelmigrantInnen ist rein der Erwerb eines finanziellen Beitrags zur Deckung der (Über-) Lebenskosten für die Familie zuhause. Beispielsweise sind medizinische Versorgung für erkrankte Familienangehörige in den Herkunftsländern oft unbezahlbar. Eine Rückkehr eines bettelnden Familienvaters von Österreich in sein Heimat steht erst in Aussicht, wenn ‚genug‘ Geld zusammengespart werden konnte. Wobei 300 bis 400 Euro in ihren Augen ein kleines Vermögen darstellen. Wenn es gelingt, so viel mit nach Hause zu bringen, dann ist für einige Monate die Zukunft ihrer Familie gesichert. Deshalb sind sie in der Zeit ihres Aufenthalts in Salzburg auch unermüdlich und nach Möglichkeit ohne Pause aktiv mit dem Verkauf von Zeitungen, mit der Suche nach Gelegenheitsarbeiten oder eben – ersatzweise – mit Betteln.  In dieser Zeit begnügen sie sich mit dem Notwendigsten. Danach ziehen sie sich entweder in ihren Pkw oder in einen Park zurück, um mehr schlecht als recht zu schlafen und sich für den kommenden Tag wieder halbwegs fit zu machen.

 

 

 

Betteln ist ungesund!

Diagnose: chronische Erkältung, Mangelernährung, schlecht behandelte Vorerkrankungen und Haltungsschäden. Ganz offensichtlich bleibt unter diesen Vorzeichen keine Energie mehr dafür übrig, sich etwas zu wünschen. Auf die Frage, was die ZuwanderInnen sich wünschen würden, kamen in jedem Fall nur sehr pauschale Antworten: Recht auf Arbeit („dann müssten wir nicht betteln!“) und Geld (am liebsten: „Zuhause, dann bräuchten wir nicht zum Betteln hierher kommen!“).

 

Die Pfingstgemeinde (Vogelweiderstrasse) ist offiziell Unterstützer der „Bettler-Kampagne“. Der Offene Himmel-Infopoint hat in Zusammenarbeit mit den christlichen Kirchen Salzburgs eine Informationskampagne zum Thema "Bettler in der Stadt Salzburg" erarbeitet.

 

Mehr Infos: www.hinschauen-statt-verurteilen.at

 

 

 

Ziel ist unsere Mitmenschen dazu zu ermutigen, hinter das Klischee Bettler zu blicken und den Menschen dahinter zu entdecken.